Ein kleiner Querschnitt durch die Kultur der Kelten

Wo immer die Kelten auftauchten, finden sich Spuren ihrer Kultur. Heute können wir dies am leichtesten an den verschiedensten Namen, die bestimmte Regionen betreffen ablesen.
Angefangen bei London, das die Kelten "Lughs Festung" nennen, nach einem ihrer Götter, über Paris, das nach dem Stamm der " Parisii " benannt ist und bis zur Donau, die ihren Namen nach der Göttin" Danu " erhielt, erkennt man den Einfluß der Kelten.
Auf dem britischen Inseln und dem europäischen Festland gibt es noch tausend Ortsnamen, in denen die die Bestandteilen " ra, rah, raw, ray, oder rath " vorkommen.
Der Ursprung ist leicht zu erkennen, nannten die Kelten doch ihre ringförmigen Befestigungen " Rath ".

Viele Ortsnamen weisen auf eine religiöse und spirituelle Bedeutung der Kelten hin. Der Ort Red Hill in Irland hieß zur Keltenzeit "Knocknadrooa " was soviel wie "Hügel der Druiden "heißt, es gibt weiter Bei Spiele, zu der Bezeichnung " Knock " ( Hügel ) passt ; Knockatober ist gleich " Der Hügel der Quelle" und Knockaderry bezeichnet den "Hügel de Eichenwaldes".

Ein weiteres Präfix is " kil ", was Kirche bedeutet. Viele Orte mit diesem Bestandteil sind nach Kirchen benannt, die nach bestimmten Heiligen Männern oder auch Frauen benannt sind. Hierzu gibt es auch einige Beispiele ; Kilbeggan ( Beccans Kirche oder Kilcolman ( St. Colmanns Kirche ). Desweitern weisen aber auch die Namen auf Besonderheiten hin, die die Umgegend der Kirche betrifft; z.B. Kilcullen ( Kirche der Steineiche ) oder Kilfithmone ( Kirche des Waldes ) .

Und ein kleines Dorf ( nicht Asterix und Obelix ) auf der walisischen Insel kann sich rühmen, den zweit längsten Ortsnamen weltweit zu besitzen,

Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwlllantysiliogogogoch

( kein Scherz ) bedeutet soviel wie " Marienkirche bei der weißen Haselnuss Quelle nahe dem wilden Mahlstrom bei der Sysitis Kapelle in der roten Höhle " .

Kein Ort hat so viel Bedeutung für die keltische Kultur wie Boyne Valley in Irland, Diese Region ist nach der Göttin Boann benannt und liegt zirka 30 Meilen westlich von Dublin. Boyne Valley ist eine der ersten Regionen die von Menschen in Ihrer Ankunft in Irland besiedelt wurden. Somit ist nicht verwunderlich, daß gerade hier der älteste Beweis menschlicher Anwesenheit in dieser Region gefunden wurde. Hier liegt eine der prachtvollsten Begräbnisstätten der Welt, älter noch als die Pyramiden und Stonehenge.

Zirka 10 Meilen westlich liegt die Burg Tara, die als der heiligste Ort in ganz Irland galt, sie war lange Sitz der Hochkönige. Der Hügel konkurriert mit dem Hügel von Slane, der eine bedeutende Rolle in der christlichen Tradition spielt. Beide Hügel konkurrieren miteinander um die Loyalität des keltischen Volkes.

Die Stadt Kells ist um ein Kloster herum entstanden, sie liegt zirka 15 Meilen nordwestlich von Tara, das Kloster wurde vom Heiligen Columba gegründet. Kells gilt als Synonym für das christliche Studium und die christliche Kunst, denn von hier stammt das " Book of Kells " eines der meistgepriesen, reich verziertesten Bücher der Welt.
Kells ist desweitern berühmt für seine wunderschönen keltischen Kreuze . Die Monumente sind ein dauerhaftes Symbol des keltischen Christentums.

Die berühmteste megalithische Anlage ist Stonehenge in England. Sie zählt zu denen von der UNESCO als besonders schützenswerte Stätten eingestuften Anlagen. Das riesige Monument hat sich in einem Zeit raum von 14 Jahrhunderten entwickelt, bis sie vor zirka 4000 Jahren seine heutige Gestalt annahm.
Stonehenge besteht aus 30 riesigen Steinmonumenten die aufrecht stehen und durch Decksteine verbunden waren. In Avebury dürfte sich zu ihrer Zeit eine noch eindrucksvollere Anlage befunden haben. Der Steinkreis bei Avebury besteht aus neunzig Steinblöcken mit einem Gewicht von jeweils 5 Tonnen, dieser Steinkreis wird daneben von zwei kleineren Steinkreisen aus je 30 Steinpfeilern eingerahmt.

Stonehenge und den Steinkreis von Avebury zu errichten zählt wohl zu den größten Ingenieurleistungen der Keltenzeit. Es gibt Berechnungen, das 1500 Mann 2 Monate gebraucht haben, um nur einen der dreißig Steinpfeiler knapp 40 Kilometer zu transportieren.

Ich hoffe der kleine Spaziergang durch die Keltenzeit hat allen beim Lesen Spaß gemacht und so manches Schmunzeln auf die Lippen gezaubert.

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© Michael Ungermann

 

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